Das EPD in 3 Schritten umsetzen

Die in der Vorbereitungsphase gewählte und geplante Umsetzungsvariante wird in der Phase „Umsetzung“ konzeptionell ausgearbeitet und schrittweise organisatorisch sowie technisch umgesetzt. Am Ende dieser Phase ist Ihre Organisation so weit vorbereitet, dass die Anbindung an die Stammgemeinschaft organisatorisch und technisch angestossen werden kann. Unabhängig der gewählten Umsetzungsvariante werden mit dem EPD organisatorische Anforderungen auf Sie zu kommen.

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EPD-Rahmen definieren

Für die detaillierte Erhebung der Anforderungen an Ihre Organisation, empfehlen wir Ihnen zu Beginn der Umsetzungsphase eine Auslegeordnung Ihres EPD-Umsetzungsökosystems sowie die Skizzierung eines EPD-Umsetzungsbilds. Für diesen Schritt hat sich der folgende methodische Ansatz bewährt: Gehen Sie sämtliche EPD-relevanten Anwendungsfälle Schritt für Schritt durch und überlegen Sie sich, wie Sie basierend auf Ihrem EPD-Strategieentscheid aus der Vorbereitungsphase die jeweiligen EPD-Vorgaben in Ihrer Organisation erfüllen wollen. Als Hilfestellung für diesen ersten elementaren Umsetzungsschritt hat APP EPD-Blueprints ausgearbeitet. Die generischen Blueprints dienen als Orientierungshilfe und sind spezifisch an Ihre Gesundheitseinrichtung anzupassen. Daraus lassen sich die Anforderungen an die organisatorischen und technischen Vorbereitungen ableiten und die EPD-Anbindung interdisziplinär konzeptionieren.

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Organisatorische Ebene vorbereiten

Nachdem der EPD Rahmen erfolgreich definiert wurde, müssen in einem nächsten Schritt die organisatorischen Vorkehrungen getroffen werden. Zu diesem Zweck müssen Sie unter anderem Gruppen- und Rollenregelungen, ISDS Themen, EPD Anwendungsregelungen sowie Authentisierungskonzepte erarbeiten.

APP bietet Ihnen mit dem GE-und GFP-Umsetzungspapier eine kostenlose Hilfestellung, mit dem Sie strukturiert Ihre Institution auf organisatorischer Ebene auf die EPD-Einführung vorbereiten können.

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Technische Ebene vorbereiten

Sofern die organisatorischen Rahmenbedingungen geschaffen wurden, gilt es nun die technische Umsetzung vorzubereiten. Für diesen Schritt fallen je nach Integrationsstufe unterschiedliche Arbeiten an. Die untenstehende Auflistung beschreibt jeweils die wichtigsten Themen innerhalb der Aufgaben. Ein weiterer essentieller Aspekt bei der technischen Vorbereitung ist die Erstellung des Testkonzeptes. Dieses bildet eine essentielle Grundlage für eine erfolgreiche Realisierung des Vorhabens.

  1. Technische Detailanforderungen erheben
    Ein erster Punkt bei den technischen Detailanforderungen ist die Erhebung der für die EPD-Transaktionen benötigten Attribute. Dabei sollten Sie sicherstellen, dass alle notwendigen Attribute in Ihren Daten vorhanden sind. Ein weiterer Aspekt stellen die Dokumentenarten dar. Dort definieren Sie u.a., welcher Dokumentenarten für Ihre Organisation behandlungsrelevante Daten beinhaltet und folglich ins EPD geladen werden müssen. Bei der Erhebung der Metadaten definieren Sie bspw. wie die Liste der benötigten Metadaten aktualisiert wird. Ein weiteres Thema bei der Erhebung der Detailanforderungen sind die Schnittstellen. Unter diesem Punkt ermitteln Sie, ob Ihre Primärsysteme die Schnittstellen zur EPD-Plattform gemäss der IHE-Transaktion unterstützen.
  2. Daten und Testing vorbereiten
    Die Vorbereitung der Daten ist vom Entscheid des Integrationsgrades abhängig. Unabhängig von der Variantenwahl müssen Sie den Datenbestand bereinigen, indem Sie mögliche Redundanzen ermitteln und fehlende Daten anreichern. Neben der Vorbereitung der Daten müssen Sie das Testvorgehen festlegen. In diesem Zusammenhang müssen Sie u.a. die zu verwendenden Testdaten definieren und diese entsprechend vorbereiten. Zur Erstellung des Testkonzepts wenden Sie sich an die betroffene (Stamm-) Gemeinschaft. Die Erfahrungen zeigen, dass diese bereits standardisierte Testframeworks definiert und auch zur Verfügung stellen.
  3. Systeme anpassen und Schnittstellen umsetzen
    Erstellen Sie auf Basis Ihrer erhobenen Detailanforderungen pro anzupassendes System resp. umzusetzende Schnittstelle ein Lastenheft und beauftragen Sie möglichst zeitnah Ihre Lieferanten mit deren Umsetzung. Ihre Stammgemeinschaft wird Sie zudem mit Detailinformationen zu den anzubindenden EPD-Komponenten versorgen.
Wir setzen gerne um
Georg Leuenberger
Georg Leuenberger
Leading Consultant, Leiter Informatik