EPD-Entscheidungspapier

Das EPD-Entscheidungspapier bildet die Grundlage für die Ausarbeitung Ihrer EPD-Umsetzungsvariante. Hier definieren Sie Ihre EPD-Stossrichtungen und führen eine auf das EPD ausgerichtete Analyse des organisatorischen und technischen Reifegrades Ihrer Organisation durch. Ebenfalls erstellen Sie eine eingehende Ausarbeitung und Bewertung von potentiellen Umsetzungsvarianten.

Entscheidungsgrundlagen aufbereiten

Damit Sie in der Lage sind, Ihr EPD-Projekt zu starten, müssen Sie zuerst die EPD-Bedürfnisse Ihrer Organisation kennen. Die Erfahrungen zeigen, dass strategische Fragestellungen (u.a. Stellenwert des EPD in der Institution, Nutzenüberlegungen des EPD für die Institution, eHealth Potential), prozessuale Fragestellungen (u.a. manuelle oder automatische Erfassung der administrativen respektive behandlungsrelevanten Informationen) und projektübliche Fragestellungen (Kosten, Ressourcen, Einführungstermin) zu beachten sind. Nach der Erarbeitung Ihrer EPD-Stossrichtungen benötigen Sie eine fundierte auf das EPD ausgerichtete Reifegradanalyse Ihrer Organisation. Wir empfehlen Ihnen ein besonderes Augenmerk auf die beiden Themenkreise Organisation und Technik zu legen.

Entscheide fällen

Um die richtigen Projektentscheide fällen zu können, müssen Sie Ihre Erwartungen an das EPD-Umsetzungsprojekt kennen. Welcher Zweck soll mit dem EPD-Umsetzungsprojekt in erster Linie erfüllt werden? Welcher Aufwand darf das Projekt, aber auch der Betrieb, generieren? Wie soll das EPD organisatorisch und prozessual in den Alltag eingebunden werden?

Die Auseinandersetzung mit diesen Fragestellungen führt zu verschiedenen Möglichkeiten, wie das EPD genutzt und das EPD-Anbindungsprojekt umgesetzt werden kann. Ein elementarer Entscheidungspunkt beinhaltet die Frage, wie tief in die IT- und Prozesslandschaft mit der EPD-Einführung eingegriffen werden soll. Für die Beantwortung dieser Frage gilt es in dieser Phase ein provisorisches EPD-Zielbild auf einer gewissen Abstraktionshöhe zu erstellen.

Bei der Integration der EPD-Anwendungsfälle in Ihre Gesundheitseinrichtung sind grundsätzlich verschiedene Integrationsoptionen möglich. Die Anbindung kann beispielsweise über ein Webportal, mittels einer teilweisen Integration oder über die komplette Integration der EPD-Plattform in die bestehende IT-Architektur erfolgen.

Zur Unterstützung Ihres Entscheidungsfindungsprozesses hin zu einem ersten groben EPD-Zielbilds hat APP den folgenden einfachen Entscheidungsbaum ausgearbeitet:

Es ist zu diesem frühen Zeitpunkt des Anbindungsprojektes normal, dass noch gewisse Unsicherheiten existieren und Annahmen getroffen werden müssen. Daher ist das im Rahmen der strategischen Vorbereitung definierte EPD-Zielbild in den Phasen «Umsetzung» und «Anbindung» jederzeit kritisch zu hinterfragen. In dieser Phase ist es wichtig, dass der Entscheid «Integration / keine Integration» gefällt wird.

Neben den Entscheiden bezüglich den Integrationsvarianten sind in dieser frühen Projektphase zudem die folgenden Entscheide zu fällen:

  • Mit welchem Identity Provider (IdP) stelle ich die geforderte Sicherheit her?
  • Welche Art von Repository soll ich nutzen?
  • Wie soll mein Picture Archiving and Communication System (PACS) aussehen? 

Lösungsvarianten bilden, bewerten und Variantenentscheid treffen

Die im vorangehenden Vorbereitungsschritt erarbeiteten Entscheidungspunkte sind die Grundpfeiler für die Bildung Ihrer potentiellen Lösungsvarianten. Mittels der Gegenüberstellung der unterschiedlichen Lösungsvarianten und deren Bewertung, gelangen Sie zu Ihrem Entscheid der für Sie geeigneten Umsetzungsvariante.

Inhaltsverzeichnis
  • Ausgangslage
  • EPD-Stossrichtung erarbeiten
  • Situationsanalyse
  • Grobe Anforderungen
  • EPD-Umsetzungsentscheide
  • Lösungsvarianten bilden, bewerten und -entscheid treffen
  • Faktenblatt Lösungsvariante
Unser Team
Patrick Vestner
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Lukas Kindler
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